Kaviar Sorten
Auf unserer Startseite haben Sie ja schon einiges über die
gängigsten Kaviarsorten in Erfahrung bringen können. Hier
beschreiben wir Ihnen jetzt tiefergehend welche Sorten es außer den
großen Edelsorten - Beluga, Ossietra und Sevruga - noch gibt und wie Sie zu
differenzieren sind.
Insgesamt gibt es 27 verschiedene Sorten Störkaviar (
29
Störarten werden von der CITES gelistet) von denen jedoch
nur wenige auf dem Markt angeboten werden. Viele sind einfach durch
einen muffigen oder erdigen Geschmack nicht für den Verzehr
geeignet. Die gängigsten Edel- und Nicht-Edelsorten werden wir Ihnen
hier vorstellen. Die unterschiedlichen
Kaviar Selektionen beschreiben
weitere Differenzierungen des zu kaufenden Störrogens die
erheblichen Einfluss auf den Geschmack und den Genuss nehmen, diese
werden aber auf unserer Seite unter einem separaten Navigationspunkt
geführt.
Beluga Kaviar (meist blauer Deckel)
Ist der Rogen des Beluga Störs (lat. Huso huso, wird in
Deutschland auch Europäischer Hausen genannt), er ist hinter dem Almas Kaviar die
teuerste Sorte und zeichnet sich vor allem durch ein sehr großes
Korn aus. Das Korn ist mit 3,5 mm Durchmesser das Größte unter den
bekannten Kaviarsorten.
Die Eier haben eine sehr dünne Haut und eine Farbe, die von
stahlgrau bis anthrazit-schwarz reicht.
Doch die wahre Pole-Position nimmt der Beluga beim Geschmack ein.
Sein sehr milder, fein-cremig-sahniger und unbeschreiblicher
Geschmack lässt nach Meinung vieler Experten die anderen
Kaviarsorten verblassen.
Ossietra Kaviar (meist grüner Deckel)
Auch Ossetra, Osietra und Ossiotr geschrieben und im
lat. Acipenser gueldenstaedtii = Russischer Stör [Waxdick] genannt
wird vom Ossietra Stör gewonnen und bietet dem Genießer ein mit 2 mm
etwas kleineres Korn als der Beluga Kaviar.
Die Eier sind nicht so dünnhäutig wie die vom Beluga und somit
fester im Korn, wobei die Farbe dieser Kaviarsorte stark variiert.
Varianzen von Silbergrau bis fast Schwarz mit braun-gold-grünem
Schimmer sind durchweg normal.
Der Geschmack des Ossietra ist intensiv, ausdrucksstark und
hat eine in der Spitzengastronomie oft gewollte nussige Note.
Sevruga Kaviar (meist roter Deckel)
In Insider Kreisen als der Preis-Leistungs-Tipp gehandelt stammt
dieser Kaviar vom Sevruga Stör (lat. Acipenser stellatus =
deutsch Sternhausen [oder Scherg]). Das Korn mit etwa 2mm Größe ist so
groß wie das des Ossietra.
Weiterhin ist das Korn des Sevruga sehr empfindlich, weil es eine
dünne Haut hat. Dadurch wirkt der Kaviar manchmal etwas weich und
schwammig auf der Zunge. Die Farbe variiert in fast allen Grautönen.
Sehr häufig hat es eine stahlgraue Färbung.
Der Geschmack begeistert den Kenner. Ein kräftiges Meeresaroma
zeichnet diesen Rogen aus.
Kaviar vom Sibirischen Stör
Der Sibirische Stör (lat. Acipenser baerii) wird häufig zur
Zucht herangezogen, da er sich leichter als andere Störarten züchten
lässt. Das Korn ist mittelgroß zwischen 1,8 und 2,2mm Durchmesser
und fest.
Die Farbe variiert zwischen bräunlich bis schwarz.
Der Geschmack wird als mild und fein beschrieben, nicht so kräftig
wie der Sevruga oder so Cremig wie der Beluga.
Kaviar vom Löffelstör
Der Löffelstör wird auch "Sevruga des Mississippi" genannt, obwohl
er nicht vom Sevruga Stör stammt, den der Löffelstör (lat. Polyodon
spathula) ist eine eigene Störart. Bekannt wurde dieser Kaviar, weil
die amerikanischen Kreuzfahrtschiffe nur diesen Kaviar servieren.
Der Löffelstör Kaviar verdrängte den teurer werdenden Sevruga.
Das Korn ist 2mm groß und ist in allen Grautönen gefärbt.
Der Geschmack hat leider nicht die Kraft des Sevruga, ist jedoch
durch eine cremige leicht kräftige Note durchaus attraktiv.
Sterlet Kaviar
Er wird auch Sterlatka Kaviar genannt und ist ein für die Zucht gut
geeigneter Kaviar im unteren Preissegment. Sein lateinischer Name
ist Acipenser ruthenus und er findet sich in so manchem Deutschen
Gartenteich wieder.
Das Korn ist mit 1,2mm - 1,6mm sehr klein und mit seiner
dünnen Haut überaus empfindlich. Mit dem Aussehen gewinnt der
Sterlet Kaviar wohl keinen Preis, doch
sein Geschmack kommt nahe an den Sevruga heran. Ausdrucksstark,
nicht übertreiben salzig und doch mild. Ein guter Kompromiss
zwischen Preis und Leistung.