Kaviar mit Dill

Die Kaviarwirtschaft der Gegenwart

Im Jahr 2004 wurde erstmals ein Exportverbot für die Anrainerstaaten des kaspischen Meers durch die UN-Artenschutzbehörde CITES erteilt. Dieses Exportverbot wurde 2007 wieder gelockert, es dürfen jetzt wieder 3,8 Tonnen Beluga Kaviar und insgesamt 23,5 Tonnen schwarzen Kaviars legal aus Russland exportiert werden. Man geht davon aus das die Dunkelziffer Russlands bei ~200 Tonnen exportiertem Kaviar liegt. Somit ist der Großteil ~90% des Kaviarangebots in Europa und dem Rest der Welt illegal angebotener Kaviar. Jede in Deutschland importierte und verkaufte Lieferung muss ein Zertifikat der Artenschutzbehörde haben um als legal angesehen zu werden.

Diese Problematik und das mit dem Schwarzhandel einhergehende Risiko haben zu einer Verteuerung des Kaviarpreises in den letzten Jahren beigetragen. Die Lösung um die bestehende Nachfrage ohne Ausrottung des Störs zu decken liegt in den mittlerweile gut funktionierenden Aquakulturen und der Zucht des Störs. Mittlerweile werden 5%, das sind 250 Tonnen, der weltweiten Nachfrage durch die Kaviarzucht gedeckt. Man geht davon aus, dass sich die Akzeptanz des Zuchtkaviars, durch fortlaufende Qualitätsverbesserungen, positiv entwickelt und der Wildfang in den nächsten Jahren an Bedeutung verlieren wird.